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Kulturpfad Auf den Spuren der Moderne

Das Österreichische Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst (MAK) und die Mährische Galerie in Brno (MG) verbindet die Pflege des Josef-Hoffmann-Museums in Brtnice/CZ (JHM), das eine gemeinsame Außenstelle beider Einrichtungen ist. Das Geburtshaus ließ der berühmte tschechischstämmige Architekt und österreichische Bürger Hoffmann im Jahr 1907 nach seinen Entwürfen im Stil der Wiener Moderne umgestalten. Besuche von Häusern, die mit bedeutenden Persönlichkeiten verbunden sind, die in den Häusern lebten und arbeiteten, werden zu einem neuen Phänomen des Fremdenverkehrs. Diese Orte gewinnen dank des persönlichen Charakters und der Unmittelbarkeit der Botschaft, die sie den Besuchern bieten, eine große Beliebtheit.

Ziel des mit Mitteln des EU-Programms Europäische territoriale Kooperation Österreich – Tschechische Republik 2007 – 2013 finanzierten Projektes Spuren –Architektur- und Museumsroute durch das architektonische Erbe in Südmähren und im nordöstlichen Österreich ist die Schaffung einer internationalen Kulturroute zwischen Brno und Wien, in welche das Josef-Hoffmann in Brtnice, die Villa Dušan Jurkovič in Brno und weitere bedeutende Museumshäuser eingebunden sind.

Das Projektprogramm umfasst ferner Ausstellungen, Vorträge, Kultur- und Bildungsveranstaltungen und die Schaffung einer App für Handys mit Informationen über die einzelnen Häuser der Kulturroute.

Das Projekt wird finanziert durch das EU-Programm European Territorial Co-Operation Austria – Czech Republic 2007 – 2013, an dem sich das Österreichische Museum für

angewandte Kunst/Gegenwartskunst (MAK Wien), die Mährische Galerie in Brno, das Europaforum Wien und die Tourismuszentrale - Südmähren beteiligt haben.

Die Pilotphase der Kulturroute wird Ende 2013 durch die Einrichtung von Webseiten, durch die Handy-App und eine Medienkampagne ihren Höhepunkt haben. Für die Zukunft ist eine Erweiterung und Stärkung des grenzübergreifenden und internationalen Charakters vorgesehen, die Qualität der Kulturroute und die Werbung dafür soll gesteigert werden, ebenso ist geplant, sie in das Netz der akkreditierten europäischen Kulturrouten einzubinden, die unter der Ägide des Europarats  stehen.  Interessenten  an  einer  Zusammenarbeit  sind  willkommen,  kontaktieren  Sie  bitte Frau Kateřina Tlachová unter katerina.tlachova@moravska-galerie.cz und/oder Herrn Rainald Franz unter rainald.franz@MAK.at

Als ein neues Phänomen im Fremdenverkehr können Besuche von Häusern angesehen werden, die mit bedeutenden Persönlichkeiten verbunden sind, die in diesen Häusern gelebt oder gewirkt haben. Diese Orte erfreuen sich dank ihres Genius loci sowie wegen dem persönlichen Charakter und der Authentizität der Inhalte, die sie den Besuchern bieten, einer  immer  größeren  Beliebtheit.  Ziel  des  Projektes  Auf  den  Spuren  der  Moderne  –  Internationaler  Kultur-  und Museumspfad zum Kennenlernen des kulturellen Erbes Südmährens und des nordöstlichen Österreichs der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist es, den Fremdenverkehr durch den Verbund wichtiger Museumshäuser zu fördern, das Bewusstsein der kulturellen Identität der Region Mitteleuropa zu stärken, Begegnungen möglich zu machen und damit auch zur gegenseitigen Verständigung beizutragen.

Die  Kulturroute  führt  Sie  an  Orte,  die  mit  den  wichtigsten  Persönlichkeiten  zusammenhängen,  die  in  der ersten  Hälfte  des  20.  Jahrhunderts  zur  Blüte  der  europäischen  Kultur  einen  bedeutenden  Beitrag  geleistet  und  die Entwicklungsrichtung der Moderne abgesteckt haben. Die einzelnen Stationen stellen das Schaffen von Künstlern vor und bieten gleichzeitig die Möglichkeit, einen Einblick in deren Privatleben zu bekommen, den Ort kennenzulernen, an dem sie lebten und arbeiteten.

In der Stadt Brünn gibt es vier Stationen: Dušan Jurkovičs eigene Villa, die Leoš-Janáček-Gedenkstätte im Haus an der ehemaligne Orgelschule, die von Ludwig Mies van der Rohe  entworfene  Villa  der Familie Tugendhat und das  Kabinett  Josef Hoffmann im  Kunstgewerbemuseum der  Mährischen  Galerie  in Brno, in  welchem das Werk dieses außergewöhnlichen Designers sowie eine Kollektion von Gegenständen aus der Wiener Werkstätte vorgestellt werden.

Hoffmann führt Sie auch nach Brtnice, wo sein Werk als Dauerausstellung in seinem Geburtshaus gezeigt wird. Nicht weit davon entfernt besuchen Sie in Jihlava das Gustav-Mahler-Haus und in Ivančice finden Sie die Alfons-Mucha-Ausstellung. Ein virtuelles Bindeglied der ganzen Route ist dann das Österreichische Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst  (MAK  Wien)  mit  der  Ausstellung  Wien  1900,  die  eine  zusammenfassende  Sicht  auf  die  umwälzende  Entwicklung  der  mitteleuropäischen  Kulturszene  zu Beginn des 20. Jahrhunderts präsentiert. Bestandteil des Projektes sind ferner Ausstellungen, Vorträge, Kultur- und Bildungsveranstaltungen.